menu close menu

Blog

Unser erster Urlaub

Knapp einen Monat nach dem schwarzen Wochenende war die Welt wieder einigermaßen in Ordnung, denn nun stand unser erster gemeinsamer Urlaub an. Vom 15.07. bis zum 24.07.2008 ging es nach Mallorca. Die Kinder waren mit ihrem Vater auf Ibiza und wir konnten uns 9 Tage richtig erholen und abschalten. Da wir nicht nur am Strand liegen, sondern auch etwas von der Insel sehen wollten, mieteten wir uns ein Auto.

Mallorca ist die größte Insel der Balearen-Gruppe, die zusammen mit den Pityusen als spanische Region eine autonome Gemeinschaft innerhalb des spanischen Staates bildet. Auf Mallorca befindet sich die Hauptstadt der Balearischen Inseln, Palma. Amtssprachen sind Katalanisch und Spanisch. Darüber hinaus ist Mallorca auch die größte zu Spanien gehörende Insel.

Coves d’Artà

Die Coves d’Artà  oder auch Coves de s’Ermità  (kastilisch Cuevas de Artá, ‚Höhlen von Artà‘) sind ein Tropfsteinhöhlensystem an der Ostküste der spanischen Baleareninsel Mallorca. Die Höhlen befinden sich im Gemeindegebiet von Capdepera östlich des Ortes Canyamel. Der Name Coves d’Artà  stammt noch aus der Zeit vor 1858, da Capdepera keine eigenständige Gemeinde war und zusammen mit Son Servera zum Gebiet von Artà gehörte. Die Coves d’Artà  sind neben den Coves del Drac und den Coves dels Hams das bekannteste Höhlensystem des Ostens Mallorcas, der Region (Comarca) Llevant. Während die beiden anderen Höhlen nahe der Ortschaft Porto Cristo liegen, befinden sich die „Höhlen von Artà“ weiter nordöstlich, etwa 15 Kilometer von diesen entfernt. Der Eingang zu den Coves d’Artà  befindet sich an der Südseite des Cap Vermell, einer Halbinsel, die eine kleine Meeresbucht nach Norden abgrenzt, in die der Torrent de Canyamel mündet. Am dortigen Platja de Canyamel entwickelte sich in den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts der Touristenort Canyamel, der heute 384 Einwohner zählt (Stand: 2007). Nördlich oberhalb des Ortes führt eine gut ausgebaute und ausgeschilderte Straße bis zu einem Parkplatz westlich des Höhleneingangs. Der Eingang zu den Coves d’Artà  an der 1860 anlässlich des Besuchs der Königin Isabella II. erbauten Treppe zu den Höhlen liegt etwa 50 Meter über dem Meeresspiegel und bietet einen hervorragenden Blick über die Bucht von Canyamel. Vom Parkplatz zu den Höhlen sind es rund 150 Meter Fußweg entlang der steil abfallenden Küste.

Els Calderers

Els Calderers ist ein ehemaliger Herrensitz auf der Baleareninsel Mallorca und wird heutzutage als Freilichtmuseum genutzt, in dem noch original eingerichtete Räumlichkeiten besichtigt werden können. Els Calderers liegt in der Gemeinde Sant Joan und wurde zu Füßen der Einsiedelei des Puig de Bonany erbaut.

Das Landhaus fand erstmals im Jahr 1285 unter dem Namen der Besitzerfamilie Calderers urkundliche Erwähnung. Im 13. Jahrhundert übernahm die Adelsfamilie Verí­ den Sitz. Mit dem Bau des heutigen Hauptgebäudes wurde vermutlich im Jahr 1750 begonnen,  das Gebäude wurde bis ins frühe 19. Jahrhundert kontinuierlich erweitert.

Bei dem Landhaus handelt es sich um ein drei Stockwerke hohes Gebäude aus gelbem Kalkbruchstein. Das Gebäude gilt als charakteristisches Beispiel für den mallorquinischen Landhausstil Finca rustica. Im Innenhof des Hauptgebäudes befindet sich ein Brunnen (cisterna), der auch noch heute frisches Wasser (fresquisima agua) liefert, wie im Buch Die Balearen des Erzherzogs Ludwig Salvator bereits erwähnt wurde.

Zur Gesamtanlage des Anwesens gehören neben dem Hauptgebäude mit über 20 Räumen mehrere Nebengebäude, Stallungen und Felder. In den Vieh-, Pferde- und Geflügelställen werden einheimische Tiere gehalten; unter anderem das schwarze Schwein porc negre, aus dem die mallorquinische Wurstspezialität sobrassada hergestellt wird. Außerdem gibt es verschiedenen Werkstätten: eine Schmiede mit historischen Werkzeugen, eine Schreinerei, ein Backhaus, eine große Scheune und die Wäscherei, in der die Kleidung gewaschen und Stoffe gefärbt wurden.

In der Kornkammer der Anlage werden verschiedene Früchte und Getreidesorten des Landsitzes gelagert: unter anderem Kichererbsen, Pferdebohnen, Bohnen, Mandeln und Mais. Außerdem werden verschiedene historische Arbeitsgeräte und Werkzeuge gezeigt. Die Maschinen wurden seinerzeit mit dem ersten Einzylinder-Petroleum-Motor auf Mallorca angetrieben. Dieser Motor wurde zur Stromerzeugung verwendet und später zum Antrieb der Kornmühle.

Das Gebäude verfügt über einen Weinkeller. Der Weinanbau war zunächst die wichtigste Einnahmequelle des Hauses. Doch nachdem der Weinbau Anfang des 19. Jahrhunderts von der Reblaus Philoxera befallen wurde, was zur Vernichtung der Weinstöcke führte, wurden die meisten Weinanbaugebiete gerodet und durch Weizenfelder ersetzt, sodass der Getreideanbau von da an die wichtigste Einnahmequelle darstellte. Heute wagen die Winzer wieder einen neuen Anfang; der selbstangebaute Wein kann von Besuchern probiert werden.

Das Musikzimmer ist im klassizistischen Stil eingerichtet. Viele Details weisen auf die traditionellen Musikinstrumente von Mallorca hin, wie zum Beispiel auf die kurze mallorquinische Flöte, flaviol genannt, die nur mit einer Hand gespielt wird. Neben vielen anderen nur auf Mallorca verwendeten Instrumenten hat auch der Geigenbau auf der Insel eine lange Tradition. Vor 200 Jahren genossen die Musikinstrumentenbauer einen internationalen Ruf, auch wenn sie es mit der berühmten Stradivari aus dem italienischen Cremona nicht aufnehmen konnten.

Das Schlafzimmer ist mit einem Himmelbett ausgestattet, das als typisches Beispiel für ein klassisches-mallorquinisches Bett gilt. Diese Mahagonimöbel stammen meist aus der für die Möbelproduktion auf Mallorca bekannten Stadt Manacor. Zu diesen seit Jahrhunderten überlieferten Möbeln gehört der canterano, eine Kommode mit drei Schubladen, die außen reich mit Intarsien verziert ist.

Kommentare deaktiviert für Unser erster Urlaub

Comments are closed.