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Ein schwarzes Wochenende

Das Wochenende vom 20.06. – 22.06.2008 war für uns eine reine Katastrophe. Der Freitag fing beschissen an und man denkt sich „“Naja, halb so schlimm. Es könnte schlimmer kommen.““ Das es so kommen würde, daran hat keiner gedacht. Aber der Reihe nach.

Freitag morgen auf dem Weg zur Arbeit. Ich bin in Duisburg unterwegs und knapp 2 Minuten vom Kunden entfernt. Mein Handy klingelt und ich nehme das Gespräch an. Mein Chef verkündet mir, dass mein neues Firmenfahrzeug in Neuss beim Händler ab 16:00 Uhr abgeholt werden kann. Noch während wir telefonieren bemerke ich aus dem Augenwinkel neben mir eine freundlich winkende Gestalt auf einem Motorrad. Ich will schon zurückwinken und stelle bei näherem hinsehen fest, dass die Gestalt grün und von der Polizei ist. Das freundliche Winken war letztendlich ein Aufforderung rechts ranzufahren. Eine Freisprecheinrichtung hätte diese Konfrontation mit der Obrigkeit wohl vermieden. Lange Rede, kurzer Sinn – 65 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Egal, ich habe keine Punkte. Das tut mir nicht weh, die 65 Euro ärgern mich schon eher.

Als ich gegen 13:00 Uhr nach Hause komme, empfängt mich meine angehende Schwiegermutter. Der Abfluss in ihrer Küche im 1. Stock ist verstopft und mein angehender Schwiegervater hat beim Versuch das Ganze zu beheben eine mittlere Überschwemmung in der Küche verursacht.

Kurz darauf kommt Maren vom Baumarkt zurück. Ihr ist auf dem Parkplatz vor dem Baumarkt ein Eimer Buntsteinputz für die Gartenmauer vom Wagen gerutscht. Dabei ist Deckel aufgesprungen und der Inhalt des Eimers hat sich über den Parkplatz verteilt. Ist schon seltsam – wenn man so einen Eimer versucht zu öffnen, muss man mitunter ganz schön viel Kraft aufwenden. Wenn aber der Eimer aus einer Höhe von 10 cm vom Wagen rutscht, geht so ein Deckel von alleine auf, *hmpf*.

Noch während Maren von ihrem Malheur berichtet kommt Lennart ganz aufgeregt angerannt. In seinem Zimmer würde es von der Deck tropfen. Sch…….., was ist jetzt schon wieder los? Kurz darauf – Entwarnung. Das Wasser kam von oben und war der Rest von Schwiegervaters Versuch den Abfluss zu reinigen.

Gegen 15:00 Uhr haben wir uns dann auf den Weg nach Neuss gemacht. Trotz Maren’s Einwand, dass das neue Auto vor der Tür zum Ziel randalierende Fußballfans (EM 2008) werden könnte, wollte ich das Auto an diesem Tag abholen. Die Formalitäten beim Händler waren fix erledigt. Schnell noch tanken und dann ab nach Hause, natürlich mit einem kleinen Umweg, weil ich schlicht, in Gedanken verloren, den Weg nach Düsseldorf eingeschlagen habe. Maren natürlich wie ein Lemming hinterher. Eine Stunde und 6 Kilometer Stau später sind wir dann in Gladbeck angekommen. Auto abgestellt und ab ins Haus umziehen. In der Siedlung war grillen angesagt und ich wollte diesen Tag bei einem kühlen Bier gemütlich ausklingen lassen.

Ein unachtsamer Radfahrer wusste dies allerdings gekonnt zu verhindern. Wir waren gerade 20 m von der Haustür entfernt auf den Weg zu unseren Nachbarn, als es hinter uns schepperte. Was nun? Der zuvor genannte Radfahrer hatte beim Versuch die Ohrstöpsel seines MP3- Players zu sortieren, die Kontrolle über das Fahrrad verloren und war ungebremst auf das Heck des neuen Autos aufgefahren. Glücklicherweise hat er sich nur ein paar Abschürfungen zugezogen – das Auto hatte mehr abbekommen. Rücklicht und Stoßfänger – Schaden rund 2000 Euro.

Das Bier hat danach trotzdem geschmeckt und wir sagten uns  „“Naja, halb so schlimm. Es könnte schlimmer kommen.““ Und . . . . . . . . . .

Zeitsprung. 22.06. – ein wunderschöner Sonntag. Für abends waren Gewitter angesagt. Gegen 21 Uhr saß ich im Keller im Büro. Maren kam mit einer Tasse Kaffee zu mir und wir unterhielten uns. Draußen fing es heftig an zu regnen. Maren bemerkte ein Plätschern im Keller und wollte der Sache auf den Grund gehen. Mein Einwand, dass das von draußen käme, wurde ignoriert und kurz darauf hörte ich sie aus der Saune rufen und fluchen. Das Fenster vom Lichtschacht stand auf Kippe und das Wasser ergoss sich von dort in die Sauna. Halb so schlimm dachte ich, schloss das Fenster und bewaffnete mich mit Lappen und Eimer um die Pfütze zu beseitigen. Noch während meiner Tätigkeit vernahm ich ein gluckern aus dem Bodeneinlauf und der Badewanne. Noch bevor ich mir so richtig im Klaren war, was das sein könnte, schoss das Wasser wie eine Fontäne aus dem Bodeneinlauf. Badewanne, Dusche und Toilette füllten sich innerhalb von Sekunden und liefen über. Innerhalb von noch nicht einmal 5 Minuten stand der Keller 10cm hoch unter Wasser. Wir hatten einen Rückstau, weil die Kanalisation nicht mehr in der Lage war die ungeheuren Wassermassen zu fassen.

Der Schaden belief sich in Summe auf rund 20.000 Euro. Und das Beste – wir hatten den Keller über einen Zeitraum von 8 Monaten saniert und waren 2 Wochen zuvor damit fertig gewesen.

 

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