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Hochzeit

Einer Trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. 
(Galater 6,2)

 

Im August 2007 haben wir uns verlobt. Ist schon seltsam – wir lebten beide in Scheidung und wir wollten schon wieder heiraten. Aber irgendwie passte alles. Wir hatten den selben Humor, wenn der eine ewtas dachte, wusste der andere es schon, bevor es ausgesprochen wurde. Sogar die Bewegungen oder Gesten waren teilweise gleich.

Wir verstanden uns von Beginn an sehr gut. Auch mit Maren’s Kindern Lennart und Marlon aus ihrer ersten Ehe gab es in Hinsicht auf unsere Beziehung keine Probleme.

Doch bevor wir uns Ja- Wort geben konnten mussten noch viele Dinge geregelt werden. Maren hatte mir ihrem Noch- Ehemann einiges zu regeln und die Streitigkeiten zogen sich bis in den März 2008 hin. Dann wurde endlich eine Scheidungsfolgevereinbarung getroffen und notariell beglaubigt. Der Scheidungsterim am 30. April war nur noch Formsache und in 10 Minuten vor dem Amtsgericht Gladbeck abgehakt.

Meine Scheidungssache zog sich bis September hin, und das, obwohl die Sache hier wesentlich einfacher war. Ich hatte zugunsten meiner Noch- Frau auf alles verzichtet – ich wollte keine Gütertrennung und auch keinen Versorgungsausgleich, lediglich eine schnelle und unkomplizierte Abwicklung. Das Ganze hat sich dann doch recht lange hinausgezögert, weil ich hinsichtlich des Versorgungsausgleichs Anspruch an meine Noch- Frau hatte. Weil ich darauf verzichtete, musste das Gericht dem zustimmen. Dazu waren Auskünfte bei der Rentenkasse notwendig. Naja, lange Rede, kurzer Sinn – nach viel Papierkram war dann Anfang September der Scheidungstermin. Der Richter stimmte dem Verzicht zu und schied die Ehe rechtskräftig.

Nun mussten wir uns erst mal alle Unterlagen besorgen. Wir hatten den 17./18. Oktober 2008 für unsere Hochzeit avisiert und uns lief die Zeit davon. Bei Maren war es recht einfach die vom Standesamt geforderten Unterlagen zusammenzutragen. Ihre Ehe war Monate zuvor geschieden worden und alles war bereits beglaubigt. Ich musste bis Mitte September warten. Dann lag endlich das Urteil beim Amtsgericht Düsseldorf zur Abholung bereit. Ich bin dann nach Düsseldorf gefahren, habe dieses dort abgeholt um es im Anschluss daran beim Standesamt Düsseldorf umgehend in das Persondenstandsregister eintragen und beglaubigen zu lassen. Jetzt hatten wir alle Unterlagen zusammen und die Gewissheit. Der Termin stand und die Vorbereitungen begangen.

Die standesamtliche Trauung fand am 17.10.2008 vor dem Standesamt Gladbeck statt. Anwesend waren Maren’s Eltern Erika und Hans Przystawik, meine Mutter Gisela Pascal sowie die die beiden Kinder Lennart und Marlon. Die Trauung wurde von dem Standesbeamten Reinhard Schmeing durchgeführt. Gefeiert haben wir an diesem Tag nicht. Nach der Trauung sind wir gemeinsam in der „“Alten Post““ in Gladbeck essen gegangen und am Nachmittag gab es Kaffee und Kuchen. Der erste Teil war geschafft und die Anspannung wich langsam von uns.

Am darauffolgenden Samsatg ging es dann früh los. Nach dem Frühstück haben wir uns erst mal fertig gemacht. Um 12:00 Uhr hatten wir einen Termin mit dem Fotografen am Wasserschloss Wittringen. Wir hatten strahlenden Sonnenschein und traumhafte Temperaturen – ein herrlicher Tag um kirchlich zu heiraten. Die Aufnahmen wurden sehr schön und man merkte uns an, dass wir total entspannt waren und uns auf die kommenden Stunden freuten.

Die kirchliche Trauung fand um 15:00 Uhr in der Neuapostolischen Kirche in Gelsenkirchen Buer statt. Die Kirche war recht voll. Unsere geladenen Gäste waren allesamt anwesend und zu meiner großen Verwunderung auch viele Mitgleider der Gemeinde.

Die Zeremonie war insgesamt sehr schön und im Anschluss wurde gratuliert. Ich war irgendwie überwältigt. Die Reihe der Gratulanten wollte kein Ende nehmen – zuerst die Familie und die geladenen Gäste und danach die vielen Mitglieder der Gemeinde. Menschen, die ich persönlich nicht kannte, gratulierten uns und viele von ihnen überreichten uns Glückwunschkarten mit Geldpräsenten. Das hatte ich nicht erwartet und in dieser Form auch noch nicht erlebt. Ich war schlicht und ergreifend gerührt.

Gegen 16:30 Uhr fuhren wir im Korso zurück nach Gladbeck ins Hotel van der Valk. Dort haben wir dann bis spät in die Nacht gefeiert.

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