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Weihnachten im Harz

Bereits im Januar hatten wir uns bei unserem Wochenendausflug in den Harz entschlossen, Weihnachten mit den Kindern dort zu verbringen. Im Frühjahr haben wir dann ein Appartment in der Villa am Brocken gebucht. Vom 20.12. bis zum 27.12.2008 haben wir dort ein entspanntes und sehr ruhiges Weihnachtsfest verbracht.

Eigentlich gäbe es kaum etwas zu berichten, wenn nicht Weihnachten wäre. Und so besuchten wir verschiedene Weihnachtsmärkte wie zum Beispiel in Wernigerode und Goslar. Letzterer war einfach traumhaft und ist nur zu empfehlen. Mitten auf dem Markt war ein Wald aus Tannen aufgebaut. In diesem Wald finden sich dann verschiedene Stände. Wer einmal um diese Zeit im Harz weilt, sollte auf keinen Fall diese einmalige Erlebnis verpassen.

Wenn wir schon mal mit den Kindern im Harz sind, wollten wir uns auch eine Eisenbahnfahrt mit der dampfbetriebenen Harzer Schmalspurbahn gönnen. Für die Kinder allemal ein schönes Erlebnis, für unseren Geldbeutel leider eine mittlere Katastrophe. Die Fahrpreise sind einheitlich, d.h. egal von welchem Bahnhof man abfährt – der Preis ändert sich nicht. Von Schierke zum Brocken wäre eine Station – zu kurz, wie ich fand. Also ab ins Auto und auf zum nächsten Bahnhof in Drei Annen Hohne. Dort haben wir dann ein Familienticket für 2 Erwachsene und die beiden Kinder gekauft – Preis 63 Euro. Dummerweise befand sich am Bahnsteig ein kleiner Kiosk und den Kindern war nach Kakao. Dann gönnen wir uns halt einen Glühwein – Kosten 12 Euro.

Dann ging es mit den Zug rauf auf den Brocken. Strahlender Sonnenschein und Schnee satt, dazu Temperaturen um die -15°C und ein eisiger Wind. Da hatten selbst die Kinder keine Lust draußen rumzutoben. Also auf ins Warme. Die Lokalität erinnerte an eine Kaserne und ich denke mal, dass sie das auch in der DDR- Zeit war. Das Essen – teuer und schlecht – drei Bratwürste, ein halbes Hähnchen, dazu Pommes und Getränke – in Summe knapp 25 Euro. Das Essen war so schlecht, dass wir davon nicht einmal die Hälfte gegessen haben.

Anschließend haben wir uns dann draußen noch ein wenig die Beine vertreten und gegen 16:30 Uhr ging es dann zum Bahnsteig. Der letzte Zug sollte um 16:50 Uhr zurückfahren. Der Bahnsteig war hoffnungslos überfüllt und wir fragten uns, wie die ganzen Leute in den Zug passen sollten. Da standen wir nun bei mittlerweile -20°C und warteten . . . . . . . . . . . und warteten. Um 17:40 Uhr kam dann der langersehnte Zug. Es gab keinerlei Informationen über Verspätungen und . . . . . . . . . keine zusätzlichen Waggons, geschweige denn einen zusätzlichen Zug. Irgendwie haben die Leute es geschafft in den Zug zu kommen – der Großteil zumindest. Der Rest musste die Rückfahrt im Freien auf den Plattformen der Waggons verbringen – wir gehörten dazu. Um die Kinder vor der eisigen Kälte zu schützen, haben sich die Erwachsenen um sie herum gestellt. Ich glaube, wir haben noch niemals so gefroren wie auf dieser, knapp 30-minütigen Rückfahrt. Wir waren rund 100 Euro ärmer und um eine Erfahrung reicher – nie wieder Harzer Schmalspurbahn.

Alles in allem war unser Urlaub trotzdem sehr schön. Fernab vom ganzen Weihnachtsstress haben wir diese Zeit, mit Ausnahme des zuvor beschriebenen Erlebnisses, sehr genossen.

Zum Schluss noch ein kleines Rätsel. Finde die Hexe :-).

 

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